Es ist alles gesagt – Ende dieses Blogs

Meine Frau starb heute vor genau 250 Wochen, also vor fast fünf Jahren.

Ich werde ab sofort hier nichts mehr posten, da alles gesagt ist.
Neue Posts wären lediglich Wiederholungen mit kleineren Variationen.

Die Liebe endet nie und die Trauer endet nie.
Einiges ist wieder gut; einiges wird nie wieder gut sein.
Ich lebe jetzt allein und das wird sich nicht ändern.

Dieses Blog muss irgendwann ein Ende haben, und das ist jetzt.

Alles Gute für Sie, liebe Leserin, lieber Leser.

* * * * *

Titel: Love Never Dies (auch bekannt als: The Heart is Slow to Learn / Our Kind of Love)
Aus dem Musical: Love Never Dies
Interpreten: Sierra Boggess & Andrew Lloyd Webber
Autor: Andrew Lloyd Webber

Songtext:

Who knows when love begins
Who knows what makes it start
One day it’s simply there
Alive inside your heart

It slips into your thoughts
It infiltrates your soul
It takes you by surprise
Then seizes full control

Try to deny it
And try to protest
But love won’t let you go
Once you’ve been possessed

(Refrain:)
Love never dies
Love never falters
Once it has spoken
Love is yours
Love never fades
Love never alters
Hearts may get broken
Love endures
Hearts may get broken
Love endures

And soon as you submit
Surrender flesh and bone
That love takes on a life
Much bigger than your own

It uses you at whim
And drives you to despair
And forces you to feel
More joy than you can bear

Love gives you pleasure
And love brings you pain
And yet when both are gone
Love will still remain

(Refrain)

Love never dies
Love will continue
Love keeps on beating
When you’re gone

Love never dies
Once it is in you
Life may be fleeting
Love lives on
Life may be fleeting
Love lives on …

Wieder einmal in der Heimat meiner Frau

Meine verstorbene Frau stammte aus Taiwan.

Vor zwei Jahren besuchte ich – zum ersten Mal allein – die Familie meiner Frau.

Vor einigen Monaten entschlossen sich nun meine Tochter, ihr Mann und ihre Tochter (erst einmal für zwei Jahre) nach Taiwan zu emigrieren, da mein Schwiegersohn eine Lehrerstelle in Taipei gefunden hatte.

Nun besuchte ich – diesmal also unter ganz anderen Gegebenheiten – meine Tochter, ihre Familie und natürlich die Familie meiner Frau.

Meine zehnte Reise nach Taiwan war zumindest teilweise enttäuschend: Ich war nahezu die Hälfte der Zeit krank, und meine Tochter und ihre Familie hatten recht wenig Zeit, Dinge mit mir gemeinsam zu unternehmen. Somit war ich oft auf mich allein gestellt, was erst einmal kein großes Problem darstellte. Aber meine Trauer kehrte diesmal in der Heimat meiner Frau stärker zurück, als ich erwartet hatte. Ich fühlte mich oft allein, ich hatte starke Sehnsucht nach meiner Frau.

Dann hatte ich auch noch ein Erlebnis, das mich emotional aufgewühlt zurückließ:

Ich lief durch eine der unzähligen Shopping Malls von Taipei. Ein Laden weckte meine Aufmerksamkeit und ich betrat ihn, um mir die Waren etwas genauer anzuschauen. Nach einiger Zeit begann plötzlich in dem Laden eine mir sehr bekannte Hintergrund-Musik zu laufen: Goodbye My Love / 再見,我的愛人 / Zàijiàn, wǒ de àiren. Ich war wie vom Blitz getroffen. An einem willkürlichen Ort, zu einer willkürlichen Zeit, stehe ich hier, und es läuft genau diese Musik? Wie kann das sein? Das war für mich völlig unwahrscheinlich, ja unmöglich. So einen Zufall kann es doch gar nicht geben. Dieses Lied klang für mich wie aus einer anderen Welt – als wenn sich meine Frau endgültig von mir verabschieden wollte …

Noch heute verstehe ich nicht, wie es einen derartigen Zufall geben kann. Man betritt irgendwo und irgendwann einen Laden, und es läuft genau dieses Abschiedslied, das mir so viel bedeutet hat und immer noch bedeutet!

Nach meiner Rückkehr aus Taiwan bin ich immer noch fassungslos.

Der Karren und der Hund

Stellen Sie sich einen Hund vor, der an einem fahrenden Karren angeleint ist. Die Leine ist lang genug, um dem Hund zwei Möglichkeiten zu bieten:

  1. Entweder kann der Hund problemlos der Richtung des Wagens folgen, über die er keine Kontrolle hat, und gleichzeitig die Fahrt genießen und die Umgebung erkunden.
  2. Oder er kann dem Karren mit aller Kraft hartnäckig widerstehen und wird ohnehin mitgeschleppt – für den Rest der Fahrt.

Genau wie bei diesem Hund gibt es viele Dinge in unserem Leben, die wir nicht kontrollieren können. Entweder nehmen wir die Situation an und versuchen, das Beste daraus zu machen, oder wir bekämpfen sie wie der bockige Hund.

Es ist unsere Wahl.

Nehmen wir uns also den Rat des Philosophen Epiktet (um 50 – 138 n. Chr.) zu Herzen:

Verlange nicht, dass das, was geschieht, so geschieht, wie du es wünschst, sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und dein Leben wird heiter dahinströmen.

Leicht gelesen – aber nicht leicht getan!

Dinge passieren, die sehr unglücklich scheinen, keine Frage.

Liebe Menschen sterben, eine Flut zerstört Ihr Zuhause, Sie verlieren Ihren Job oder bestehen Ihre Prüfungen nicht. Sie können diese Dinge nicht rückgängig machen. Sie können nur versuchen, sie mit einem edlen Geist zu akzeptieren und das Beste aus der gegebenen Situation zu machen.

Aber Achtung:
Akzeptanz hat überhaupt nichts mit Resignation zu tun.
Und Akzeptanz heißt auch nicht, dass wir es gutheißen.

Entrümpeln Teil 2

Gewicht (kg) vs. Zeit

Nachdem ich in den ersten Monaten dieses Jahres die Wohnung und den Dachboden entrümpelt hatte, habe ich von August bis Oktober mich selbst entrümpelt:

  • ich habe mein Gewicht um fünf Kilogramm reduziert,
  • habe mich von der Droge „freiem Zucker“ entwöhnt und
  • meine Omega-3-Zufuhr mit Walnusskernen und Leinöl verbessert.
  • Und ich bin natürlich täglich ca. 5+ km flott gegangen.
735898 Schritte in 100 Tagen, also täglich ca. 5-6 km = ca. 250 kcal pro Tag zusätzlicher Verbrauch

Ich hatte zwar schon öfter mein Gewicht reduziert, aber zu wenig auf Limitierung des freien Zuckers geachtet. Mit „freiem Zucker“ sind Monosaccharide (wie Glucose und Fructose) und Disaccharide (wie Saccharose oder Haushaltszucker) gemeint, die Lebensmitteln zugesetzt werden, sowie von Natur aus in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten enthaltenen Zucker. Momentan esse ich weniger als 25 g freien Zucker pro Tag – wie von der WHO empfohlen.

Außerdem war mir aufgefallen, dass meine Omega-3-Zufuhr unzureichend ist. Ich esse nun täglich 2 Teelöffel Leinöl und 25 g Walnusskerne, was einer Zufuhr von ca. 330 mg Omega-3-Fettsäuren und der Empfehlung entspricht.

Insgesamt fühle ich mich ausgeglichener, schlafe besser, habe weniger Entzündungen und weniger Schmerzen. Und meine Verdauung ist auch besser.

Videos zum Thema, die wahre Augenöffner sind:

Fünf sehr harte Wahrheiten für Männer

1. Das Leben ist HART.
Und das ist ganz normal.
Shit happens.
Leid und Schmerz gehören zum Leben,
und du brauchst das Leid zum Wachstum.

2. Du bist NICHT wichtig.
Dein Ego wird eine andere Meinung dazu haben,
aber so ist es: du bist nicht wichtig.
Du musst dich nicht ständig darum sorgen,
bei anderen gut dazustehen oder dich zu profilieren.

3. In deinem Leben geht es NICHT um dich.
Das ist wahrscheinlich eine riesige Erschütterung deines Egos.
Wir gehören uns nicht selber,
sondern sind Teil eines viel größeren Ganzen.
Es geht um Demut.

4. Du hast NICHT die Kontrolle.
Geburt, Eltern, Krankheit, Tod, usw. – keine Kontrolle.
Und aus diesem Grund musst du lernen, loszulassen.

5. Du wirst STERBEN.
Dein Ego wird auch dies nicht wahrhaben wollen.
Aber der gegenwärtige Moment ist alles, was du hast.
Mach was draus.

(nach Franziskanerpater Richard Rohr)

Zehn praktische Lehren des Stoikers Mark Aurel

Mark Aurel (oder Marcus Aurelius) war von 161 bis 180 römischer Kaiser und als Philosoph der letzte bedeutende Vertreter des Stoizismus.

Mark Aurel

Im folgenden Video (auf Englisch) sind zehn praktische Lehren aus den Selbstbetrachtungen des Mark Aurel wunderbar dargestellt:

  1. Ignoriere, was andere tun oder sagen
  2. Deine Realität wird durch Deine Meinungen gemacht
  3. Tue weniger
  4. Denke immer daran: der Tod klopft an Deine Tür
  5. Du bist stärker, als Du denkst
  6. Setze Deine Gaben und Stärken ein
  7. Beklage Dich niemals
  8. Egal wo, Du kannst überall glücklich leben
  9. Hilf der Gemeinschaft
  10. Sei dankbar für die Dir gegebenen Wohltaten und Segnungen

Kleiner Hinweis: Sie können in YouTube die Untertitel und die automatische Übersetzung ins Deutsche einschalten.

Und: es gibt weitere ähnliche Videos, die Lebensregeln von weiteren Stoikern zeigen – Seneca und Epiktet:

Ein Wort an Dich, lieber unbekannter Leser…

Im Moment gibt es Menschen auf der ganzen Welt, die sind genau wie Du.

Sie sind entweder einsam, sie vermissen jemanden, sie sind traurig, sie sind verletzt, sie sind von der Vergangenheit gezeichnet, sie haben persönliche Probleme, und sie haben Geheimnisse, die man nicht glauben kann.

Sie wünschen, träumen und hoffen.

Und im Moment sitzt Du hier vor Deinem Bildschirm, und Du liest diese Worte.

Ich schreibe dies hier für Dich, damit Du Dich nicht mehr so allein fühlst.

Denke immer daran: sei nicht übermäßig traurig in Bezug auf die Vergangenheit, sorge Dich nicht allzu sehr um die Zukunft. Versuch Dich nur auf das Heute zu konzentrieren.

Wenn nun der heutige Tag nicht so toll ist, mach Dir keine Sorgen!
Denn morgen hast Du eine neue Chance.

Alles Gute für Dich.