You’re My First, My Last, My Everything

Gerade mal wieder gehört: „You’re My First, My Last, My Everything“, gesungen von Barry White aus dem Jahr 1974.

Du bist an erster Stelle,
an letzter Stelle, mein Ein und Alles,
die Antwort auf all meine Träume,
Du bist meine Sonne für mich,
mein Mond, mein Leitstern,
alles Wundervolle für mich,
das bist Du …

Ich weiß, es gibt nur eine wie Dich,
Es kann Dich nicht noch einmal geben,
Du bist alles, wofür ich lebe,
Deine Liebe behalte ich für immer,
Du bist an erster Stelle,
an letzter Stelle, mein Ein und Alles …

Besser könnte ich es auch nicht sagen, was mir meine liebe Frau bedeutet hat und immer noch bedeutet.

Buchtipp: „Ich lerne wieder neu zu leben“

Das Buch „Ich lerne wieder neu zu leben – Begleitung in der Krise“ von Jochen Jülicher hat mich in der letzten Zeit sehr beschäftigt.

Es ist kein Trauerbegleiter in Buchform, sondern geht eher auf die Zeit des Übergangs nach einer Lebenskrise, wie z. B. nach dem Verlust einer geliebten Person, ein.

Kein Buch, das man durchliest und weglegt.

Jedes der Kapitel dieses Buches geht auf einen bestimmten Zeitabschnitt, eine bestimmte Phase, ein:

  1. Es hat mich getroffen
  2. In mir die Sintflut
  3. Schritt für Schritt, Tag für Tag, Stunde um Stunde
  4. Ich hatte noch so viel vor
  5. Gähnende Leere
  6. Halt finden
  7. Stimme in der Wüste
  8. Ich kann leben!
  9. Meinen Weg gehen

Der Autor zeigt in diesem Buch viel Verständnis und viele Einsichten in die psychischen Vorgänge eines von einer Krise betroffenen Menschen. Jedes Kapitel endet mit einem kleinen Übungsteil unter dem Titel: „Zur Unterstützung“.

Das Wichtigste: Man fühlt sich an die Hand genommen durch die Lektüre des Buches. Ein wahrer Schatz!

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Das Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Jochen Jülicher: Ich lerne wieder neu zu leben – Begleitung in der Krise, Taschenbuch, 120 Seiten, Echter Verlag, Würzburg, 2000, ISBN-10: 3429022487, ISBN-13: 9783429022488

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Danke für dein Leben

Es ist schön, dass es dich gab,
und gerne hätte ich dich noch bei mir behalten.
Es gibt halt Menschen, die sterben einfach zu früh,
selbst wenn sie hundert Jahre alt würden. –
Auch dann würde ich dich noch vermissen.

Ich schaue zurück auf dein Leben,
sehe dich hier, sehe dich da, ganz lebendig.
Eigentlich ist es unvorstellbar,
dass dies vorbei ist,
dass wir nicht mehr gemeinsam
nach vorne schauen können,
dass aus all unseren Plänen,
Gedanken und Wünschen
jetzt einfach nichts mehr wird.

Vielleicht besteht ein Großteil des Lebenssinns
einfach nur darin,
das Leben zu leben, so wie es ist,
sich in Freude zu freuen,
in Trauer zu trauern und Kummer zu tragen,
doch in all dem den Funken zu wahren,
der einen im Innern am Leben erhält,
nie den Respekt vor dem Leben verlieren,
das Schicksal anzunehmen, wie es kommt.
Es war gut, dass es dich gab,
ein Leben ohne dich hätte ich mir gar nicht
vorstellen können und wollen.
Und auch wenn es jetzt schwer ist, so ohne dich zu leben,
werde ich gerne zurückdenken an dich, an uns,
mit all dem, was wir füreinander waren
und sind
und bleiben werden,
solange ich lebe.

— aus dem Buch „Solange ihr mich liebt“
(Texte und Gedichte zum Abschied)
von Jochen Jülicher
(Quelle)

Epiktet über den Tod (1)

Warum wachsen die Ähren? Nicht wahr, damit sie reif werden? Und werden sie nicht darum reif, damit man sie abschneide? Denn sie wachsen nicht bloß für sich, und sind nicht bloß um ihrer selbst willen da. Müssten sie nun wohl, wenn sie sich ihrer selbst bewusst wären, wünschen, dass sie niemals abgeschnitten würden? Das wäre ja ein Fluch für die Ähren, wenn sie nie eingeerntet würden.
So sollte man auch erkennen, dass es ein Fluch für die Menschen wäre, nie zu sterben, wie es für die Ähren ein Fluch sein würde, nie zu reifen und nie geerntet zu werden.
Aber ungeachtet wir auch solche Ähren sind, die nicht nur eingeerntet werden müssen, sondern es noch dazu begreifen, dass es sein muss, sind wir doch ungehalten darüber.
Denn wir erkennen nicht, was wir sind, und haben die Menschheit nicht studiert, wie Reiter die Pferdenatur studieren.

Epiktet (50-138, antiker Philosoph)

I wanna go out dancing

„I wanna go out dancing“ – Ich will tanzen gehen – dieser Satz könnte von meiner Frau sein. Sie liebte Popmusik und tanzen zu gehen.

„… And when the final curtain falls, we could say we did it all …“

Wir hätten es öfter tun sollen. Es bleiben nur noch die Erinnerungen: auch mit weit über 50 sind wir in die Disco gegangen. Ganz besonders in Erinnerung ist mir die Sylvesternacht vom 31.12.1999 auf den 1.1.2000.

Song: Dancing (2018, Original-Songtext, deutsche Übersetzung)
Sängerin: Kylie Minogue

Dein Leben geht weiter – bist du bereit?

Eine kleine Checkliste:

  • Nimm deine Umgebung wahr.
    Wertschätze sie.
    Verbinde dich mit ihr: Sieh, höre, fühle, berühre je 5 Dinge in deiner Umgebung.
  • Registriere deine Gedanken, aber lasse sie nur kommen und gehen.
    Folge ihnen nicht. Es sind lediglich Worte.
    Frage dich: Hilft mir dieser Gedanke, der Mensch zu sein, der ich sein möchte?
    Hilft mir dieser Gedanke, ein erfülltes und sinnvolles Leben zu führen?
  • Bemerke, wenn es dich zur Vergangenheit oder Zukunft zieht.
    Mache aber sonst nichts damit.
  • Bemerke, wie ein Drang zum Vermeiden aufkommt.
    Führe den Drang aber nicht aus, bemerke es nur.
    Folge weiter deinen Werten.
  • Kämpfe nicht gegen schmerzliche Gefühle.
    Beobachte sie, atme ruhig, schaffe Raum für sie, lasse sie zu.
    Schließe Frieden mit ihnen.
  • Mach etwas Neues.
    Vielleicht etwas Spielerisches.