Zwei Songs, die mich als Trauernden nur nerven

Nummer 1: Die Fantastischen Vier & Clueso – Zusammen

… Wir sind zusammen groß, wir sind zusammen eins …

… Denn nur zusammen ist man nicht allein …

… Wir sind zusammen groß, wir sind zusammen alt …

 
Nummer 2: Mark Forster – Wir sind groß

… Für immer bunteste Zeiten
Ich weiß für uns wird’s so bleiben …

… Die Welt ist klein und wir sind groß
Und für uns bleibt das so
Für immer jung und zeitlos …

Zwei Songs, die ein endloses Leben voller Fröhlichkeit vorgaukeln wollen.

Zwei Songs, die mich nerven.

Zwei Songs, die ich nicht brauche.

20 alltägliche Fehler, die dein Leben ruinieren

  1. Mach keine Fehler!
  2. Versuche, überall gut zu sein.
  3. Tu so, als wüsstest du alles.
  4. Je weniger du offen von dir zeigst, desto besser geht es dir.
  5. Du denkst, dass du ein Opfer deiner Verhältnisse bist, bzw. dass dein Leben von äußeren Mächten beherrscht wird.
  6. Du denkst, dass die anderen Menschen glücklich sind.
  7. Lass deinen Ärger raus!
  8. Du solltest dich schuldig fühlen, wenn du tust, was du für richtig hältst und andere sich darüber aufregen!
  9. Sieh zu, dass du es anderen Leuten recht machst, so dass diese dich mögen und anerkennen!
  10. Hab Recht! Zeige den anderen, dass deine Ansichten besser sind als ihre!
  11. Du musst dein Glück verdienen!
  12. Geh auf Nummer sicher! Riskiere nichts!
  13. Versuche völlig unabhängig und selbständig zu werden!
  14. Wenn du Problemen und unangenehmen Situationen aus dem Weg gehst, dann verschwinden sie mit der Zeit von selbst.
  15. Von einzelnen Aussagen und Handlungen kannst du auf den ganzen Menschen schließen.
  16. Einige Menschen sind besser als andere.
  17. In der Welt ist alles entweder schwarz oder weiß: entweder bist ein Versager oder ein Sieger, es gibt nur unattraktive und attraktive Menschen, usw.
  18. Hohe Leistungsfähigkeit ist wichtig, um ein erfülltes Leben führen zu können.
  19. Das meiste von dem, was du hörst, kannst du glauben!
  20. Du musst deine (abwegigen) Gedanken sehr ernst nehmen!

Glaubst du irgendetwas davon? Stimmst du einigen dieser (irrtümlichen) Überzeugungen zu? Wenn ja, könnte das ein Grund von emotionalen Störungen sein.

(nach Arnold A. Lazarus: I can if I want to, 1975)

Ein Leben in (innerem) Frieden

ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie) – wieder einmal – auf den Punkt gebracht. Das Nachfolgende gilt nicht nur für Zeiten der Trauer, sondern für das ganze Leben mit all seinen großen und kleinen Katastrophen.

Es sind nur drei Schritte:

1. Stelle dich der schwierigen Situation. Du fühlst dich gestresst, eilig, überwältigt, frustriert? Oder fühlst du physische oder psychische Schmerzen? Anstatt zu versuchen, aus diesem Gefühl oder dieser Situation herauszutreten, wende dich dem Gefühl zu. Beachte genau, wie es sich anfühlt. Erlaube dir, es vollständig zu fühlen. Es geht nicht um die Geschichte über das, was vor sich geht, oder deine Geschichte über das Gefühl – diese Geschichten verursachen tatsächlich das Gefühl. Wende dich stattdessen auf die physische Empfindung des Gefühls selbst zu. Mit Neugier: Wie ist es? Welche Farbe, Temperatur, Energie, Textur hat es? Ändert es sich? Finde den Mut, diesem Gefühl voll und ganz zu begegnen und es vollständig zu erleben.

2. Öffnen und entspannen. Nach einem Moment (es kann ein oder zwei Minuten dauern, sich dem Gefühl zu stellen, aber oft nur ein paar Sekunden) erlaube dir, dich deiner gegenwärtigen Erfahrung zu öffnen. Beim Öffnen geht es darum, sich darin zu entspannen, das Herz zu öffnen, damit man der Erfahrung nicht verschlossen bleibt, sondern sie mit voller Zartheit und Zärtlichkeit fühlt, mit Sanftmut präsent ist und sogar Liebe für diesen Moment des Stresses findet. Möglicherweise sogar sich zu verlieben in diesen Moment, der auch das Unbehagen einschließt, aber nicht darauf beschränkt ist. Am Ende ist der Schlüssel die Entspannung und das Loslassen von allem, was man loslassen muss, um Frieden zu fühlen.

3. Mache den nächsten Schritt – in Ruhe. Finde in diesem Moment ein Gefühl von Frieden, und mache nun den nächsten Schritt. Mache das, was als nächstes zu tun ist: fange an, den Bericht oder die E-Mail zu schreiben, führe das Gespräch, mache weiter mit dem Projekt, erstelle eine Liste – aber tue es mit diesem Gefühl des Friedens. Es ist eine Verschiebung in der Art und Weise, wie wir normalerweise Dinge tun, was oft mit einem Gefühl von Spannung, des Hetzens oder einem Enge-Gefühl einhergeht. Tue es stattdessen mit einem entspannten Gefühl des Friedens und lächle über die Freude deines Tuns.

Quelle: Leo Babauta: A Life of Peacefulness (https://zenhabits.net/peacefulness/); Übersetzung ins Deutsche von mir. Lizenz: Gemeinfrei / Uncopyrighted (https://zenhabits.net/uncopyright/). Danke.

Allein sein

Eines ist klar: eine Frau wie meine verstorbene Frau werde ich nie mehr finden.

Meine Frau hatte immer ein jugendliches Aussehen – mit 50 sah sie aus wie 30. Sie war immer sehr schlank und drahtig, sportlich, nie ein Gramm Fett zu viel, BMI immer um die 18. Zudem war sie intelligent, sprach als eine Frau aus Asien nahezu fehlerfreies und flüssiges Deutsch, war sehr belesen, sah gern anspruchsvolle Filme. Sie folgte immer ihren Werten: Bildung, Naturliebe, Familiensinn, usw., und ein Gräuel waren ihr Materialismus und Kaufrausch.

Und dabei war sie eine (asiatische) Schönheit; eine Traum-Frau – ich übertreibe nicht. Immer wenn ich in Asien war, habe ich schnell gemerkt, dass auch dort wenige Frauen so attraktiv wie meine Frau waren. Und im Vergleich zu europäischen Frauen sowieso …

Ich bin kein Narr. In den letzten Jahren habe ich viele Frauen in meinem Alter gesehen. Sie interessieren mich einfach nicht. Ich bin außerdem fast 68. Ich kenne meine Grenzen und werde mich nicht in Dating-Portalen selbst zum Affen degradieren. Nein. Ganz bestimmt nicht. Ich bin in Bezug auf Frauen anspruchsvoll, sehr anspruchsvoll. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich allein mein Leben weiterführe, ist deshalb sehr, sehr nahe bei 100 Prozent.

Das ist aber nicht schlimm, denn nach meiner mehrjährigen Trauerzeit mit vielen Gefühlen der Einsamkeit beginne ich mein Alleinsein immer positiver zu sehen und zu genießen.

Das Alleinsein hat ja so viele Vorteile: ich kann mich so verhalten und benehmen, wie ich mag, ohne Rücksicht zu nehmen oder Angst zu haben, was jemand anderes denken könnte, ich kann meinen eigenen Rhythmus finden und leben, ich kann in Ruhe über mich, mein Leben und meine Ziele nachdenken, ohne Einflüsse und ohne Druck von außen, …

Nachts besucht mich meine verstorbene Frau ab und zu in meinen Träumen. Tagsüber genieße ich mein Leben, allein und frei.

Diese Freiheit ist einfach unbezahlbar…

In Bewegung bleiben

Seit Anfang 2018 (153 Tage) bin ich 1,34 Millionen Schritte gegangen, im Schnitt täglich 8700 Schritte, was ca. 7 km pro Tag entspricht. Mein Leistungsumsatz pro Kilometer beträgt ca. 45 kcal, insgesamt bin ich also 1070 km gelaufen und habe dabei 48000 kcal verbrannt. Da ich im Januar nicht alle Schritte protokolliert hatte, sind es wohl noch ein paar mehr.

fitbit2018.png

Wie ich schon einmal schrieb: vielleicht der wichtigste Baustein meiner Trauerbewältigung.