Nicht grübeln, etwas tun!

Anmerkung: Eine Methode der Verdrängung von nicht hilfreichen Gedanken. Gefühle müssen jedoch ausgelebt werden, ganz besonders in den ersten Jahren nach einem Verlust.

Anleitung zum Glücklichsein

Heute eine kleine „Anleitung zum Glücklichsein“ (aus SPIEGEL Online):

Ein wichtiger Kniff:
Immer wieder aktiv Situationen schaffen, die sich erfolgreich abschließen lassen.
Das könne alles Mögliche sein – Sport treiben, im Job eine größere Aufgabe erledigen, das Bad putzen oder die Hecke schneiden.
Wenn man etwas gezielt erledigt hat, springt das Belohnungszentrum im Gehirn an und schüttet Neurotransmitter wie Dopamin aus, die Glücksgefühle auslösten.

Werde ich noch mal glücklich sein?

Ich kann mich nicht wirklich über das neue Auto freuen. Ich lebe tagein, tagaus; man kann sagen: ich funktioniere einfach. Manchmal bin ich sehr traurig, manchmal nicht. Ich habe nicht viel Kontakt zu anderen Menschen. Es ist mir zu anstrengend, und wer kann und will meine Situation schon verstehen? Ich mag zudem keine Oberflächlichkeiten. Die meisten Dinge, die mir früher Freude gemacht haben, interessieren mich nicht mehr sonderlich. Verreisen? Warum sollte ich das tun? Die Orte, die mich interessieren, habe ich schon mit meiner Frau besucht. Eine erneute Reise an die Côte d’Azur – ein Ort, den ich viele Male mit meiner Frau besucht hatte – habe ich erst neulich wegen der massiven Streiks in Frankreich storniert. Ich war nicht traurig darum. Ich wollte noch einmal einen Ort des gemeinsamen Glücks besuchen und vielleicht Abschied nehmen, denn jetzt ist es ein Ort des vergangenen Glücks. Es hat keine Eile, diesen Ort noch mal zu besuchen. Vielleicht habe ich auch ein wenig Angst davor. Ich frage mich oft: Werde ich noch mal glücklich sein? Die Antwort weiß ich nicht. Eine neue Beziehung, eine neue Frau, ist sicher nicht die Antwort auf diese Frage. Mein Alleinsein wohl auch nicht. So gehen die Wochen dahin. Wer weiß, wohin mich dieser Weg führt?